Aktuelles

Eine Reise nach Petit Goâve im Oktober/November 2021

2021 war in Haiti ein Jahr voller neuer Herausforderungen.
Das Leben in der Hauptstadt Port-au-Prince ist schlimmer als man sich vorstellen kann. Ermordungen und Entführungen sind täglich zu beklagen und Banden blockieren wichtige Verkehrsverbindungen. Einige Stadtteile sind quasi unbewohnbar und unpassierbar und der Laune von Banditen ausgeliefert. Viele Menschen haben deshalb ihre Wohnungen verlassen. Dies führt zu unvorstellbaren Problemen. Familien leben getrennt, da Väter ihre Familie oft zu Verwandten aufs Land geschickt haben, selber aber in Port-au-Prince geblieben sind, um dort zu arbeiten. Doch durch Straßenblockaden und Treibstoffmangel können sie ihre Familien manchmal monatelang nicht treffen und oft auch kein Geld schicken.

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Mai 2021: Neues von unserer Schule
"École Decilus Monice" in Petit Goâve

Im Moment ist die Situation in Petit-Goâve relativ ruhig und der Schulunterricht kann normal stattfinden. Neues gibt es hinsichtlich der Idee, Jugendlichen nach dem Schulabschluss eine praktische Ausbildung in einer Berufsschule zu ermöglichen.

Als ersten Schritt konnte Marabou ein paar Ausbildungsplätze in einer Einrichtung der Diakonie in der ca. 35 km entfernten Stadt Leogâne organisieren. Im Januar haben dort fünf Jugendliche aus Petit-Goâve mit einer dreijährigen Ausbildung angefangen, drei als Automechaniker und zwei als Elektriker.

Unser Ziel ist, später auch in unserer Schule eine Berufsausbildung anbieten zu können. Als Ergänzung zum Wiederaufforstungsprojekt gibt es jetzt jeden Freitag zwei Stunden Umweltschutz in der Schule, den ein Landwirtschaftsingenieur macht. Am Samstag findet dann der praktische Teil des Wiederaufforstungsprojekts statt, bei dem zunächst verschiedene Setzlinge gezogen werden, die dann bis Ende des Schuljahres gepflanzt werden sollen.

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Bericht Dezember 2020

Leider ist die politische und soziale Lage in Haiti weiterhin sehr angespannt und Unruhen auf der Straße (gewalttätige Auseinandersetzungen, Entführungen, Straßenblockaden) sind an der Tagesordnung. Die Lage wird sich wegen der 2021 stattfindenden Wahlen vorerst wohl auch nicht bessern, da auch kriminelle Gruppen im „Wahlkampf“ mitmischen.

Dazu kommt eine verheerende wirtschaftliche Situation: Ernteausfälle wegen Trockenheit, eine rasende Inflation, Strom- und Treibstoffmangel, stark steigende Lebensmittelpreise und nun auch noch ausbleibende Überweisungen von im Ausland lebenden Haitianer, die durch die Corona-Pandemie ihre Arbeitsstelle verloren haben.

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